Grüne Düsselwellen fließen über die Stadt

Unsere städtebauliche Vision zum Thema Kunst- und Kulturcity Düsseldorf in Zusammenarbeit mit Stob Architekten als Wettbewerbsbeitrag für den internationalen stadtplanerischen Wettbewerb "Blaugrüner Ring Düsseldorf".

Mitten im Herzen Düsseldorfs, verbunden mit dem Rhein, schlummert durch den Bogenschlag über Ehrenhof, Hofgarten, Königsallee, Ständehauspark und Spee’schen Graben, eine einzigartige Flanier- und Kulturmeile: der Blaugrüne Ring. Hier präsentieren sich, eingefasst von grüner Achse und blauem Strom, viele der kulturellen Hochkaräter unserer Stadt – Museen, Konzertsäle, Kunstakademie, Bühnen und Galerien – auf kurzer Strecke. (Auszug www.blaugruener-ring.de). Unser Beitrag sollte diese kulturellen Hochkaräter mit grünen Wegen und Überfliegern über der Stadt verbinden und ähnlich der Highline in New York einen phantasievollen Rundweg teilweise über der Stadt und über dem Verkehr schaffen und sich letztlich als grüner "Lavastrom" im Rhein ergießen.

 

Entwurfsbeschreibung "Düsselwellen", Wettbewerb Blau Grüner Ring 

Düsseldorf ist eine Stadt mit vielen Facetten und soll durch den Blau Grünen Ring ein weiteres prägendes Wahrzeichen bekommen, welches die Facetten der Stadt zu einem Gesamtbild zusammenfügt. Die urbane Stadt, Kultur und die landschaftlichen Räume sollen besonders vernetzt und verknüpft werden, um Düsseldorf noch erlebbarer zu machen.

Ein wichtiger Schritt, um Düsseldorfs kulturelle Institutionen zu vernetzen, ist eine Verbindung zwischen ihnen zu schaffen, die von Fußgängern und Radfahrern ohne störende Barrieren erlebt werden kann. So sieht es dieser Entwurf vor, den Rheinufertunnel in Richtung Ehrenhof zu verlängern und in diesem Zuge die Düsseldorfer Rheinuferpromenade mit den prägenden Platanen weiter zu führen. Diese neu entstandene urbane Flaniermeile bildet nicht nur die Grundlage zur besseren Vernetzung die einzelnen Kulturinstitute, sie gibt den Besuchern und Bewohnern Düsseldorfs auch die Möglichkeit ihr Düsseldorf von einer neuen Seite kennenzulernen. Die Erweiterung des Tunnels bis zum Rheinpark in Golzheim und der damit einhergehende verkehrsberuhigte Bereich ist eine Hommage an das Arsenal, des alten Messegeländes in Düsseldorf Pempelfort und Düsseldorf Golzheim. Dort fand schon 1926 mit der „GeSoLei“ eine der größten Messen der Weimacher Republik statt.

Der Ehrenhof und Hofgarten werden als weiterfließendes Element der Stadt mit dem Rheinufer verbunden. Ebenso sollen die Oederallee und die Fritz-Roeber Straße, nördlich und südlich der Oberkasseler Brücke, in einen Tunnel verlegt und mit der neuen Erweiterung des Rheinufertunnels verbunden werden. Die Tonhalle, sowie die Kunstakademie werden aus dem Straßennetz losgelöst und bekommen eine neu angelegte Grünfläche. Zusammen mit dem Ehrenhof bilden diese prägenden Gebäude die neue Kunst- und Kulturachse. Diese Achse wird durch die gestalterischen Überflieger mit dem Rheinufer, dem Blauen, und dem Hofgarten, dem Grünen, verbunden.

Düsseldorfs Namensgeber, der Fluss Düssel ist ein immer wieder kehrendes Merkmal der Stadt. Immer wieder tritt er im Stadtbild in Erscheinung, bevor er in den Rhein mündet. Angelegt an diese Besonderheit sind auch die neuen Interventionen ein widerkehrendes Element des Entwurfs.  Diese „Walking Waves“ für Spaziergänger und Radfahrer bilden den Blau Grünen Ring und fließen letztlich, auf der Höhe des Ehrenhofs, in den Rhein. Genau dort, wo der Übergang zu den Schiffsanlegern und den Schiffen ist, die Anbindung von Düsseldorf zur Welt, über eine der größten Schifffahrtstraßen Europas. Die immer wieder auftauchenden, als Überflieger benannten Interventionen in den Parkanlagen, sind nicht nur einfach und ohne große Baumaßnahmen zu realisieren, sie verbinden auch die prägnanten Kontenpunkte der Stadt Düsseldorf. Diese ermöglichen es außerdem Gebäude, wie die Kunstakademie mit der Tonhalle zu verbinden, indem einer der Überflieger die Oberkasseler Brücke überragt und somit einen Weg mit spektakulärem Ausblick auf Düsseldorf und die neue Verbindung zwischen den Kunstinstitutionen schafft. Die im Schwerpunkt Norden entworfenen Überflieger sollen auch am Graf-Adolf-Platz und an weiteren Ecken Düsseldorfs zum Einsatz kommen um den Blau Grünen Ring ein ganzheitliches Konzept zu geben.

Durch die neue Anbindung des nördlichen Rheinufers lässt sich ein Großteil Düsseldorfs nun am Wasser erleben und entdecken. Das Rheinufer wird durch vertikale und horizontale Wellen neugestaltet und führt das prägende Bild der Wellen auf eine dreidimensionale Weise fort. Die horizontalen Wellen entlang der Rheinuferpromenade durch ihre geschwungene und dynamische Formsprache eine Staffelung von Wellen aus und laden nicht nur zum Verweilen ein, sondern bilden zudem auch einen neuen Ort für Kommunikation und ein Beisammensein. Die vertikalen Wellen bilden sich vor dem Ehrenhof und der Tonhalle aus den bestehenden Wegen heraus und kragen bis zum Wasser hinaus. Durch die neue Gestaltung der Promenade entstehen vielfältige und interessante Eckpunkte, die die Menschen auf verschiedene Weisen erleben können.

Die neue Begrünung schafft einen gezielten Übergang zu den Parkanlagen, und hebt nicht nur das Grüne aus der Stadt hervor, sondern verbindet sich mit dem Blauen. Das immer wieder aufkommende Wasser erinnert daran, dass man sich gerade mitten im Herzen des Blaugrünen Rings von Düsseldorf befindet. Zwischen den kleineren begehbaren Wölbungen bilden sich nun im Kontrast zu der bereits bestehenden geradlinig verlaufenden Rheinuferpromenade neue Architekturen, sowie große Kasematten aus, die Platz für neue Kaffees, Restaurants oder Eventräume bieten.  Das Arsenal wird noch attraktiver. Auch das Fortunabüdchen bleibt im Fokus und wird als wichtiges Element erhalten bleiben.

 

www.wz.de/nrw/duesseldorf/blaugruener-ring-fast-alle-planer-wollen-rheinufertunnel-verlaengern_aid-37586219

www.blaugruener-ring.de

www.stob-architekten.de

 

 

 


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